Talg


Talg

Talg, Unschlitt, Inselt, das tierische Fett, bes. von Rindern und Schafen, wird für den Handel bei 60-65° mit Dampf ausgeschmolzen. Durch Auspressen bei 35° gewinnt man Preßtalg für die Kerzenfabrikation und Oleomargarin für die Margarinefabrikation. Die Hauptbestandteile des T. sind die Glyzeride der Stearin-, Palmitin- und Ölsäure. Rinds-T. schmilzt bei etwa 43°, Hammel-T. bei 45°. Verwendung: zur Kerzen-, Seifen-, Stearin- und Margarinefabrikation, in der Wollspinnerei und Gerberei, zu Schmiermaterial, Salben etc. Schweine-T., das Fett in der Bauchhöhle in der Nähe der Rippen, heißt Schmer. Durch Schmelzen und Reinigen gewinnt man daraus das Schweinefett.


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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  • Talg — (lat. Sebum, auch Unschlitt oder Inselt) ist aus geschlachteten Wiederkäuern gewonnenes festes Körperfett. Es handelt sich um eine feste, gelblich weiße Masse, die hauptsächlich gesättigte Fettsäuren mit gerader Anzahl von Kohlenstoff Atomen… …   Deutsch Wikipedia

  • Talg [1] — Talg (Unschlitt, Inselt), bei gewöhnlicher Temperatur feste Fette, die von verschiedenen Wiederkäuern gewonnen werden und aus Stearin, Palmitin und Olein in wechselnder Zusammensetzung bestehen. Schmelzpunkt des Hammeltalgs bei 46–47° C,… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Talg — Talg: Das im 16. Jh. aus dem Niederd. ins Hochd. übernommene Wort geht zurück auf mnd. talch, das mit gleichbed. niederl. talk, engl. tallow, schwed. talg verwandt ist. Diese Wörter stehen vielleicht im Ablaut zu got. tulgus »fest«, sodass »Talg« …   Das Herkunftswörterbuch

  • Talg [2] — Talg, vegetabilischer (Japan , Sumachwachs, Cera japonica) wird aus dem Fruchtfleisch japanischer Sumacharten, vorzugsweise Rhus succedanea L., gewonnen. Das zerstampfte Fruchtfleisch wird in Hanfsäcken erhitzt und ausgepreßt. Das ausfließende… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Talg — Sm erw. fach. (16. Jh.) Stammwort. Übernommen aus dem Niederdeutschen: mndd. talch, mndl. talch, entsprechend me. talgh, anord. ablautend tolg f. Ae. telg, tælg ist als Farbe, Beize überliefert, was sich vielleicht aus Plinius (Naturalis historia …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Talg — Talg, 1) (Unschlitt, Sevum), die bei gewöhnlicher Temperatur festen thierischen Fette, wie sie bes. vom Rind, Schöps, Hirsch u.a. gewonnen werden; sie enthalten mehr Stearin als die Butter u. Schmalzarten. Der T. dient zur Bereitung von Seifen,… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Talg — (Unschlitt, Inselt), das Fett der Rinder, Schafe, Ziegen, Hirsche, ist farblos, riecht schwach eigentümlich, ist härter bei Trockenfütterung, im warmen Klima und bei männlichen Tieren, und am weichsten bei Fütterung mit den Abfällen der Brauerei… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Talg [3] — Talg, vegetabilischer, s. Pflanzentalg …   Lexikon der gesamten Technik

  • Talg — Talg, Unschlitt, thierisches Fett, das besonders bei den Pflanzenfressern um die Gedärme und Nieren liegt, aus Stearin, Margarin u. Elain bestehend, zu Lichtern u. Seifen benutzt …   Herders Conversations-Lexikon

  • talg — sb., en (fedt, sekret) …   Dansk ordbog